Gebürtig aus Saignelégier, geboren am 2. August 1804 in Arlesheim, gestorben am 8. Februar 1883 in Blauen. Sohn des Pacifique und der Agnès, geb. Ettlin (zweite Ehefrau).
Er absolvierte sein Studium in Pruntrut und Würzburg (D). In Freiburg (CH) empfing er 1829 alle seine kirchlichen Weihen: die Tonsur und die niederen Weihen am 14. März, das Subdiakonat am 4. April, das Diakonat am 13. Juni und die Priesterweihe am 28. Juni.
Ab dem 30. November 1829 war er Kaplan auf Schloss Angenstein (Duggingen BL). 1830 wurde er Vikar in Laufen. Am 26. Januar 1835 trat er die Pfarrstelle von La Bourg (Burg im Leimental) an, bevor er am 6. Juli 1840 zum Pfarrer von Blauen ernannt wurde.
Am 15. September 1873 wurde er seines Amtes enthoben, weil er den Protest des Klerus gegen die Absetzung von Eugène Lachat unterschrieben hatte. Am 30. Januar 1874 wurde er durch ein Exildekret des Landes verwiesen. Er zog sich zunächst nach Mariastein, später nach Büsserach (SO) zurück. Nach dem Exil kehrte er nach Blauen zurück.
Autor*in der ersten Version: Jean-Pierre Renard, 18/11/2005
Übersetzung: Arnaud Gaillard, 11/05/2026
Bibliografie
- Eugène Folletête, « Rauracia Sacra. Première partie », in Actes SJE, 36, 1931, S. 142.
- Jean-Pierre Renard, Le clergé paroissial dans les arrondissements de Delémont et de Porrentruy avant et après la réorganisation de 1802-1804, Saignelégier, 2009, S. 294.
Dieser Artikel wurde von einer Schülerin bzw. einem Schüler des Gymnase d’Yverdon (Deutschklasse von Pauline Dubosson) im Rahmen einer Zusammenarbeit mit dem DIJU übersetzt. Der Text wurde von Pauline Dubosson und Sophia Polek gegengelesen und korrigiert.
Zitiervorschlag
Jean-Pierre Renard, «Farine, Fridolin Sébastien (1804-1883)», Lexikon des Jura / Dictionnaire du Jura (DIJU), übersetzt aus dem Französischen von Arnaud Gaillard, https://dictionnaire-du-jura.ch/d/notices/detail/2788-farine-fridolin-sebastien-1804-1883, Stand: 22/08/2026.


